Weiterentwicklung des Weißen Brautkleids
- Traditionen
- meraki
- 25 Februar 2024

Liebe Braut, lieber Bräutigam...
Wir freuen uns sehr, dich hier bei uns wieder willkommen zu heißen und möchten an unseren letzten Blogbeitrag zum Thema "Die Geschichte des weißen Brautkleids" anknüpfen. Wie du vielleicht schon gelesen hast, soll es in dieser Reihe um den geschichtlichen Hintergrund der Hochzeit gehen. Lehne dich zurück und genieße ein paar Zeilen über die Geschichte des weißen Brautkleids.
Das Weiße Brautkleid als Tradition...
In der Modeindustrie nimmt das Brautkleid einen wichtigen Stellenwert ein: Mittlerweile ist es Tradition, Couture-Shows mit einem (weißen) Hochzeitskleid zu schließen. Schon lange stellen DesignerInnen Brautkleider für Privatkundinnen her. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind diese Kleider sogar manchmal in den Shows der Frühjahr-/Sommer-Kollektionen erschienen. So etwa das weiße Hochzeitskleid von Jeanne Lanvin, das für die Hochzeit ihrer geliebten Tochter Marguerite Marie-Blanche mit dem Grafen Jean de Polignac im Jahr 1924 entworfen wurde. Die Idee, eine Couture-Show mit einem weißen Brautkleid zu schließen, stammt jedoch erst aus den 1940er- bzw. 1950er-Jahren. 1957 galt dies bereits als Tradition, denn ein Vogue-Artikel vom April dieses Jahres berichtet, dass "die Pariser Frühjahrs-Kollektionen ... traditionell mit der Präsentation eines Brautkleides abgeschlossen werden". Einige dieser Show-Finisher, wie Yves Saint Laurents Kokon-Kleid aus dem Jahr 1965 zum Beispiel, sind dadurch zu Legenden der Modewelt geworden.
Das "weiße Brautkleid" gilt bis heute als Bestandteil unserer Tradition. Und selbst wenn sich Bräute bei der Zeremonie nicht für die klassische Variante entscheiden, wechseln manche dennoch für ihre Hochzeitsfotos in ein weißes Kleid (auch wenn es nicht Bestandteil der jeweiligen Kultur ist). In China etwa, gilt ein rotes Hochzeitskleid traditionell als Symbol für Glück und Wohlstand. Trotzdem ist Weiß auch dort die erste Wahl für die Braut, auch wenn das klassische Kleid manchmal durch einen Hosenanzug ersetzt wird.
Einige prominente Beispiele aus der jüngsten Zeit konnten bereits für einen Bruch der weißen Tradition sorgen. Reese Witherspoon hat ihrem Mann 2011 beispielsweise in einem hellrosa Kleid das Ja-Wort gegeben. Damit hat sie den Verkauf von pastellfarbenen Brautkleidern in einigen der renommiertesten amerikanischen Brautboutiquen deutlich steigern können. Auf dem Laufsteg wiederum hat Adut Akech Chanels Herbst/Winter-Couture-Show 2018/19 in einem mint-grünen, zweiteiligen Hochzeits-Tweed-Kostüm geschlossen.
Farbenfroh in den neuen Lebensabschnitt?
Fast 180 Jahre nach der Hochzeit von Königin Victoria ist es also womöglich an der Zeit, dem großen Ereignis wieder etwas mehr Farbe zu verleihen. Natürlich trugen auch die zahlreichen Inszenierungen in Hollywood zu der gefühlten Wichtigkeit des weißen Kleides bei – was ist schon eine Trauung ohne weißes Brautkleid? Grund dafür sind unter anderem Bilder prominenter Eheschließungen, die sich schnell verbreiteten. 1956 etwa erschienen die Videoaufnahmen und Fotos von Grace Kelly in ihrem Hochzeitskleid aus Spitze, Seide, Perlen und Tüll in Blitzgeschwindigkeit auf der ganzen Welt. 1981 sahen 750 Millionen Menschen zu, wie Lady Diana Spencer in einem opulenten elfenbeinfarbenen Kleid aus Seidentaft und einer fast acht Meter langen Schleppe von David und Elizabeth, Emanuel den Prince of Wales heiratete. In jüngerer Zeit sind Kate Middletons Alexander McQueen-Kleid von Sarah Burton und Meghan Markles Brautkleid von Clare Waight Keller für Givenchy über Nacht zu Ikonen unserer Zeit geworden und werden noch immer regelmäßig kopiert.
Liebe Braut, wir hoffen dir hat unsere Weiterführung unserer Blogreihe gefallen und konnte dir dabei helfen ein klareres Bild davon zu bekommen in welchem Stoff du zum Altar schreiten möchtest.
Dein meraki-Team ♥



